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Kaltenkirchen | Event Greenpeace

Markus Mauthe: An den Rändern des Horizonts

Kaltenkirchen (em) Ab Februar startet die Frühjahrs-Tour der Live-Fotoshow „Markus Mauthe - An den Rändern des Horizonts“ und tourt durch sechs Bundesländer, u.a. auch Schleswig-Holstein. Am 6. Februar kommt der bekannte Naturfotograf und Umweltschützer Markus Mauthe nach Kaltenkirchen. Dieser Termin ist einer von insgesamt sechs Shows in Schleswig-Holstein. Der Eintritt ist kostenfrei.

Seit 30 Jahren ist Naturfotograf Markus Mauthe fernab bekannter Reiserouten mit seiner Kamera unterwegs, um noch unbekannte Winkel der Erde auszuleuchten. In Kooperation mit der Umweltorganisation Greenpeace entstanden dabei seit 2003 die erfolgreichen multimedialen Live-Shows „Planet der Wälder“ und „Naturwunder Erde“.

In seinem aktuellen Projekt „An den Rändern des Horizonts“ steht nun der Mensch im Fokus. Drei Jahre lang begab sich Mauthe in Afrika, Südamerika, in Asien und am Nordpolarkreis auf die Suche nach Indigenen Gesellschaften, die abseits unserer modernen Welt noch dicht an den Wurzeln ihrer indigenen Kultur leben. Er dokumentierte ihren
ihren Alltag in Savannen, Wäldern, auf dem Ozean und in der arktischen Tundra. Für seine neue Live-Fotoreportage setzte sich der Fotograf zudem mit den weltweiten Veränderungen auseinander, die heute auf Menschen und Natur einwirken, wie industrielle Landwirtschaft, Klimakrisen und Ressourcenverschleiß.

Der Wandel, so Mauthes Beobachtung, ist selbst in den scheinbar entlegensten Ecken der Welt angekommen. Auch bei den Awá, eine von 320 Bevölkerungsgruppen im Amazonasgebiet. Pfeil, Bogen, traditionelle Kleidung und Schmuck zeugen noch von ihrem traditionellen Leben im tropischen Urwald. Seit Tausenden von Jahren haben die Awá in einer nahezu perfekten Symbiose von und mit dem Wald gelebt. Doch keinen Kilometer von ihrem Dorf entfernt, donnern jeden Tag hunderte mit Eisenerz beladene Züge vorbei und bringen immer mehr Siedler mit, die in ihre Lebensgebiete vordringen.

Paradiesisch wirken auf dem ersten Blick auch die Inselwelten Südostasiens. Hier hat sich der Fotograf auf die Spuren der Bajau begeben, einem Volk von Seenomaden, das einst auf bunten Hausbooten im Meer zu Hause war. Vor der malaysischen Insel Mabul fotografiert er eine Familie, die in ihrem Leben kaum einen Fuß auf festes Land gesetzt hat, und deren Alltag noch untrennbar mit dem Ozean verbunden ist. Ihre Lebensweise ist heute die Ausnahme: Der Großteil der Bajau wohnt inzwischen in festen Stelzenhäusern. Auch von ihrer traditionellen Art, mit selbstgebauten Taucherbrillen und Harpunen zu fischen, ist wenig geblieben. Heute behelfen sie sich oft mit Dynamitfischerei, um das wenige an die Oberfläche zu bringen, das ihnen die internationalen Fangflotten übrig gelassen haben.

Wie anpassungsfähig der Mensch an extreme Lebensbedingungen ist, erlebt Markus Mauthe im Nordosten Russlands nahe des Polarkreises. Das indigene Volk der Tschuktschen zieht als Nomaden mit ihren Rentierherden durch die Weiten der Tundra. Jahrhunderte altes Wissen hilft ihnen, bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad zu überleben. Der Fotograf hat Glück und darf bei einer Migration der Rentiere dabei sein: eine Formation von über 1400 Tieren, deren Anblick spektakuläre Bilder erzeugt. Doch die Zukunft des Nomadenvolks und ihrer Tiere ist ungewiss: bedingt durch den Klimawandel regnet es immer häufiger in der arktischen Tundra. Kommt es zu einem erneuten Kälteeinbruch, gefriert der Schnee. Darunter liegende Flechten und Moose - die Nahrungsgrundlage der Rentiere - bleiben unter der harten Eisschicht für die Tiere oftmals unerreichbar. Immer öfter verhungern ganze Herden, weil sie nicht mehr an ihre Futterquellen gelangen.

Mehr als 20 indigene Gesellschaften hat der Ausnahmefotograf und passionierte Umweltaktivist für sein neues Projekt besucht. Mauthe dokumentiert ihre noch existierenden Gebräuche und Traditionen, um deren einzigartigen Wert für die kulturelle Vielfalt unseres Planeten festzuhalten. Im Blick behält er die Schönheit und Vielfalt der Lebensformen wie schon zuvor in seinen Natur-Fotoprojekten für Greenpeace. So gelingen ihm berührende und eindringliche Portraits und bildgewaltige Szenen aus dem kulturellen Alltag der Gesellschaften. Zugleich sind sie Appell: sich darüber bewusst zu werden, dass die Konsumansprüche der westlichen Welt nicht nur die biologische Vielfalt vernichtet, sondern auch einen massiven Kulturverlust zur Folge hat.

Donnerstag | 6. Februar | 19.30 Uhr
Kaltenkirchen - Ratssaal, 1. Stock Rathaus, Holstenstr. 14

(In Zusammenarbeit mit der VHS Kaltenkirchen-Südholstein GmbH)

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