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Kaltenkirchen | Stadt Kaltenkirchen

Enthüllung: Gedenktafel zur Erschießung von KZ-Häftlingen

Kaltenkirchen (em) Auf Initiative des Heimatbundes Schleswig-Holstein und Herrn Dr. Braas aus Kaltenkirchen wird heute an dem neuen Wohn- und Geschäftshaus der Kaltenkirchener Bank in der Schützenstraße eine Gedenktafel enthüllt, die an die Erschießung der KZ-Häftlinge Josef Beck und Hugo Kockendörfer erinnert.

Beide wurden am 13. April 1945 im damaligen „Hüttmanns Gasthof“ von Angehörigen der SS erschossen, als sie nicht mehr weiter laufen konnten. Die Toten sind auf dem Friedhof in Kaltenkirchen beigesetzt. In der dort eingerichteten Gedenkstätte erinnern Grabsteine an die Opfer.

Die Enthüllung der Gedenktafel ist Teil einer Initiative des Heimatbundes Schleswig-Holstein (SHHB) zur Erinnerung an ca. 800 KZ-Häftlinge, die im Zuge eines Fußmarsches vom 12. April 1945 bis 15. April 1945 vom KZ Hamburg-Fuhlsbüttel ins „Arbeitserziehungslager Nordmark“ in Kiel-Hassee evakuiert wurden und insbesondere an die mindestens 9 KZ-Häftlinge, die auf diesem Marsch erschossen wurden. Weitere Gedenktafeln wurden bereits in Bad Bramstedt, Neumünster-Einfeld und Neumüster-Wittorferfeld aufgestellt.

„Auch die Stadt Kaltenkirchen blieb von den Machenschaften des NS-Regimes nicht verschont. Ein trauriges Ereignis ist die Erschießung von 2 KZ-Häftlingen in Kaltenkirchen, die offensichtlich zu schwach waren, um im April 1945 einen Evakuierungsmarsch fortzusetzen.
Ich danke dem Heimatschutzbund Schleswig-Holstein und Herrn Dr. Braas für ihre Initiative und der Kaltenkirchener Bank für ihr Einverständnis zur Montage der Gedenktafel an ihrem Gebäude. Durch die Gedenktafel wird die Erinnerung an diese schreckliche Tat in unserer Stadt nicht verloren gehen“, so Bürgermeister Hanno Krause.

Foto: (von links) Bürgermeister Hanno Krause, Fred Zimmak und George Nathan (Kinder von Teilnehmern des Evakuierungsmarsches), Dr. Gerhard Braas (Kaltenkirchen) sowie der Präsident des SHHB, Dr. Jörn Biel. ©Stadt Kaltenkirchen

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