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Kaltenkirchen | Stadt Kaltenkirchen

Patiententag: „Plötzlicher Herztod“

Kaltenkirchen (em) Am Samstag, 16. November findet im Rathaus der Stadt Kaltenkirchen in der Zeit von 10 bis 14 Uhr der Patiententag zum Thema „Plötzlicher Herztod“ statt.

Die Deutsche Herzstiftung hat die Herzwochen 2019 vom 1. bis 30. November unter das Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ gestellt. Dem hat sich das Ärztenetz HUK & HANN angeschlossen und bereitet für den 16. November in Kaltenkirchen ein umfangreiches Programm vor.

In der Zeit von 10 bis 14 Uhr werden „Im Rathaus 4“ Vorträge gehalten, verschiedene Mitmachaktionen angeboten und individuelle Beratungsangebote vorgehalten werden. Veranstalter der Aktion im Rathaus sind das Ärztenetz HUK & HANN, der Patientenförderverein, der Seniorenbeirat und die Stadt Kaltenkirchen.

Plötzlicher Herztod beim Sport: auch junge Menschen kann es treffen
Regelmäßiger Sport gilt als eine der besten Maßnahmen, um das Herz lange gesund und leistungsfähig zu halten. Doch Meldungen über Herztodesfälle beim Sport können verunsichern. Dramatisch war unter anderem der Fall des 28-jährigen kamerunischen Fußballspielers Marc-Vivian Foé, der 2003 während des Confederations-Cup in Frankreich vor laufenden Kameras einen plötzlichen Herztod starb. Je nach Studie liegt die Häufigkeit des plötzlichen Herztods beim Sport zwischen 0,7 und 3,0 Todesfällen pro 100.000 Sporttreibenden pro Jahr.

„Weltweit sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Hinsichtlich der Ursache ist zu unterscheiden zwischen Sportlerinnen und Sportlern unter 35 Jahren und darüber. Daher sollten auch junge Menschen, bevor sie aktiv Sport betreiben, ihr Herz untersuchen lassen“, betont der Kardiologe und Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag, Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien.

Bekanntlich kann es bei Leistungs- und erst recht bei Extremsport zum plötzlichen Herztod kommen, wenn eine Herzkrankheit unerkannt bleibt. „Das sollte man vor Antritt des Leistungssports vom Kardiologen abklären lassen“, rät Prof. Scharhag. Ausführlich über den plötzlichen Herztod beim Sport informiert der neue Herzstiftungs-Ratgeber „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“, kostenfrei anzufordern unter: www.herzstiftung.de

Was tun bei Herzstillstand?
Beim lebensgefährlichen Kammerflimmern ist kein regulärer Herzschlag mehr zu spüren. Ersthelfer müssen in einem solchen Fall schnell und richtig handeln, um den plötzlichen Herztod nach Möglichkeit zu verhindern. Das Kammerflimmern lässt sich durch einen Elektroschock mit einem Laien-Defibrillator (AED) beenden. In vielen Sportstätten sind solche Geräte bereits installiert, automatische Ansagen helfen nach Starten des Geräts bei der Anwendung.

In jedem Fall sollten Ersthelfer bei beobachtetem Herzstillstand nach Prüfung der Atmung und nach Absetzen des Notrufs 112 sofort eine Herzdruckmassage durchführen, bis der Rettungsdienst mit dem Notarzt eintrifft. Sind mindestens zwei Helfer vor Ort und weiß einer, wo in unmittelbarer Nähe ein AED installiert ist, kann eine Person die Herzdruckmassage durchführen, während die andere den AED holt. Über die einzelnen Schritte einer Laienreanimation informiert die Deutsche Herzstiftung leicht verständlich unter: www.dhs.tips/herznotfall

Keine Angst vor der Wiederbelebung: Jeder kann Leben retten
Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit für den Patienten pro Minute um etwa zehn Prozent. „Zehn Minuten hat man also Zeit, den Patienten vor dem Tod zu retten. Ein Rettungswagen braucht bis zum Notfallort etwa acht bis neun Minuten. Wenn man also mit Wiederbelebungsmaßnahmen wartet, bis der Rettungsdienst mit dem Notarzt da ist, dann bedeutet das für den Patienten nach wenigen Minuten den Tod oder ein Leben mit nicht selten schweren bleibenden Hirnschädigungen“, warnt der Kardiologe.

Vor Ort befindliche Helfer (Angehörige, Freunde oder andere Personen) müssen daher unmittelbar nach Absetzen des Notrufs (112) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Über die Schritte der Laien-Reanimation informiert die Herzstiftung kostenfrei unter: www.dhs.tips/herznotfall oder www.herzstiftung.de/video/reanimation

Foto: (v.l.n.r.) Helga Schilk (Koordinatorin Patiententag), Dr. Jochen Gerlach (Vorsitzender Ärztenetze HUK u. HANN), Klaus Stuber (Vorsitzender Seniorenbeirat, Förderverein Patientenbetreuung und Gesundheitspflegen in Kaltenkirchen e.V.), Bürgermeister Hanno Krause bei der Programmverstellung des Patiententages 2019 im Rathaus der Stadt Kaltenkirchen. (© Stadt Kaltenkirchen)

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