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Kaltenkirchen | Technisches Hilfswerk

Waldbrand in Lübtheen: Einsatz erfolgreich beendet

Lübtheen/Kaltenkirchen (em) Seit dem 1. Juli war das Technische Hilfswerk (THW) in Lübtheen im Einsatz. Zuerst unterstützten die THW-Einsatzkräfte im Rahmen der Löscharbeiten beim größten Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Anschließend im Rahmen eines Amtshilfeersuchen die Bundesforst bei den Nachsorgearbeiten. Am Samstag sind die letzten THW-Einheiten aus Lübtheen abgerückt und der Einsatz offiziell beendet.

Knapp drei Wochen waren die THW-Einsatzkräfte in Lübtheen, um verschiedenste Aufgaben durchzuführen. Während der Löscharbeiten galt es, ein Feldlager für die an den Löscharbeiten beteiligten Einsatzkräfte aufzubauen und zu betreiben. Über 700 Einsatzkräfte wurden während des Brandes im Feldlager untergebracht und konnten sich dort ein wenig ausruhen.

Darüber hinaus sorgte das THW für die Ausleuchtung verschiedenster Einsatzstellen, baute große Wasserbehälter für die Löscharbeiten auf, versogte alle eingesetzten Fahrzeuge und Geräte wie z.B. Notstromaggregate mit Treibstoffen und die Fachgruppe „Logistik Materialerhaltung“ führte Wartungs- sowie Instandsetzungsarbeiten an Materialien, Geräten und Fahrzeugen durch. Auch das THW Media-Team Nord (MTN) kam zum Einsatz, um in Abstimmung mit allen beteiligten Einsatzorganisationen sowie dem Landratsamt die Pressearbeit vor Ort sowie die THW-eigene Dokumentation dieses Einsatzes durchzuführen. Zu Spitzenzeiten waren über 160 THW-Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beim Waldbrand in Lübtheen im Einsatz.

Nachdem am Montag, 8. Juli, der Katastrophenalarm beendet wurde und tags darauf die Verantwortung für die letzten Nachlöscharbeiten sowie notwendigen Forstarbeiten an die Bundesforst überging, blieb das THW weiterhin im Einsatz. Dieses Mal allerdings mit veränderten Schwerpunkten. Auf Basis eines Amtshilfeersuchen der Bundesforst waren durchschnittlich 45 THW-Einsatzkräfte weiterhin in Lübtheen im Einsatz.

Die Fachgruppe Führung- und Kommunikation stellte sicher, dass die Bundesforst technisch und taktisch unterstützt wurde, alle eingesetzten Organisationen per Digitalfunk miteinander kommunizieren konnten und die THW Einsatzkräfte koordiniert wurden. Die Fachgruppen Unbemannte Luftfahrtobjekte (UL) haben mit sogenannten Drohnen in insgesamt fast 15 Flugstunden das Waldgebiet regelmäßig auf noch vorhandene Glutnester untersucht. Zwei schwere Radlader und bis zu sechs Kipper unterstützen die Bundesforst bei dem Ausbau der Brandschneisen, indem sie über 200t Wurzeln sowie 1,5km Drahtzäune entfernten und mehrere Kilometer befestigte Wege anlegten. Die Fachgruppe Logistik Materialerhaltung hat rund-um-die-Uhr dafür gesorgt, dass Einsatzfahrzeuge und Geräte gewartet, betankt und instandgesetzt wurden.

Am Samstag, 20. Juli haben die letzten THW-Einheiten Lübtheen verlassen, womit der Einsatz für das THW offiziell beendet ist.

Während der Lösch- und Nachsorgearbeiten waren THW-Einsatzkräfte aus über 30 Ortsverbänden im Einsatz. Sie kamen aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und Bayern.

Foto: ©THW Media-Team Nord

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