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Kaltenkirchen | Bündnis 90 /Die Grünen

75 000 Euro für den weiteren Umbau der KZ Gedenkstätte

Kaltenkirchen( em) Zu weiteren Landesmitteln für den Umbau der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch, erklärt die kulturpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen: Seit Jahren leistet die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch wichtige Erinnerungsarbeit an die nationalsozialistischen Verbrechen in unserem Land. Nach der im Sommer 2021 abgeschlossenen Erweiterung des Dokumentenhauses steht nunmehr die Sanierung des Altbaus an, der vor allem für die Bildungsarbeit mit Schülerinnen und Schülern als moderner Seminarraum ausgestaltet werden soll.

Ich bin sehr froh, dass die dafür benötigten Mittel in Höhe von 75 000 Euro mit dem heutigen (15.12.2021) Beschluss im Landeshaushalt verankert werden. Damit ist der Abschluss der Umbau- und Erweiterungsbauten finanziell abgesichert.

In Zeiten wie diesen, in denen Hass und Hetze gegen Andersdenkende, in denen Drohgebärden und Gewalt gegen Politiker*innen an der Tagesordnung sind, ist die Erinnerung an die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten von herausragender Bedeutung für unseren demokratischen Rechtsstaat. Nur wer erkennt, wie mit Rassenpropaganda und Menschenfeindlichkeit die Ausgrenzung und Diffamierung von Bevölkerungsgruppen begann, die im Millionenfachen Morden endete, kann den Anfängen wehren. Nur wer erkennt, wie dies alles auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft stattfand, weiß dass sehr wir alle in unserem Alltag gefordert sind, Respekt und Toleranz einzufordern und uns nationalistischen und faschistischen Gruppen entgegenzustellen. Die KZ-Gedenkstätte leistet dazu einen wichtigen Beitrag und verdient deshalb unsere Unterstützung.

„Die von Frau Fritzen auf den Weg gebrachte Landesförderung in Höhe von 75.000 Euro ist für die weitere Entwicklung der KZ-Gedenkstätte von besonderer Bedeutung und wir sind Frau Fritzen zu sehr großem Dank verpflichtet“, so Marc Czichy, Leiter der KZ-Gedenkstätte Kalten-kirchen.

Neben der für die Jahre 2022 und 2023 geplanten Neukonzeptionierung der Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte muss der Altbau des Dokumentenhauses der KZ-Gedenkstätte im Innenbereich dringend saniert werden. Im Rahmen der Sanierung soll im Altbau eine professionelle Infrastruktur für eine zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit geschaffen werden. Diese Maßnahmen sollen über die oben genannte Landesförderung finanziert werden. Die Maßnahmen sind notwendig, damit die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen das bisher erreichte hohe Niveau als außerschulischer Bildungs- und Lernort weiter halten und gleichzeitig ausbauen kann.

Parallel dazu wird im Rahmen der notwendigen Sanierungsmaßnahme die Außenfassade des Altbaus an die Außenfassade des Neubaus des Dokumentenhauses angepasst.

Ein wichtiger Baustein in der pädagogischen Weiterentwicklung der KZ-Gedenkstätte ist neben der notwendigen infrastrukturellen Modernisierung das Projekt "Erinnerung ins Land tragen!". In diesem seit September 2020 an der Gedenkstätte etablierten Projekt werden Multiplikator:innen im Bereich Gedenkstättenpädagogik aus- und weitergebildet. Sie sollen damit befähigt werden, an der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und an anderen Gedenk- und Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein Bildungsformate durchzuführen. Bisher haben 50 Personen die Ausbildung durchlaufen. Das Projekt wird vor der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten und dem Landesbeauftragten für politische Bildung in Schleswig-Holstein gefördert.

Foto: © KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch

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