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Kaltenkirchen | Die vergessene Katastrophe

THW Kaltenkirchen noch immer im Ahrtal im Einsatz

Kaltenkirchen/Ahrtal (em) Über fünf Wochen ist es her, dass im Rheinland-Pfälzischen Ahrtal eine Flutwelle für unvorstellbare Verwüstung gesorgt hat. Das Technische Hilfswerk (THW) Kaltenkirchen ist seit dem zweiten Tag der Katastrophe im Ahrtal im Einsatz und unterstützt auch weiterhin die Aufräum- und Aufbauarbeiten vor Ort.

Die Flutwelle im Ahrtal war kaum vorüber, da wurde bereits die erste kaltenkirchener Einsatzkraft ins Katastrophengebiet entsandt. Florian Gottschalk, im Ortsverband für die Pressearbeit zuständig und darüber hinaus Mitglied im THW-Media Team Nord, wurde angefordert, um vor Ort die Presse- und Medienarbeit für den THW-Bereitstellungsraum zu übernehmen.

Ein THW-Bereitstellungsraum ist ein Ort, der Einsatzkräften von THW, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr die Möglichkeit bietet, sich zwischen den Einsätzen zu verpflegen, waschen, duschen, schlafen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Fahrzeuge sowie Geräte instand zu setzen und Materialien aufzufüllen. Am Nürburgring, in direkter Nähe zu den betroffenen Gebieten, wurde der THW-Bereitstellungsraum aufgebaut und bot in Spitzenzeiten bis zu 5.200 Einsatzkräften aller Organisationen eine kurzfristige „Bleibe“.

Fünf Wochen war Florian Gottschalk für die interne und externe Kommunikation vor Ort verantwortlich. In dieser Zeit war er regelmäßig in den betroffenen Gebieten unterwegs und hat neben unzählige eigenen auch viele Eindrücke von Einsatzkräften sowie Betroffenen gesammelt. Seit vergangenen Samstag ist er wieder zurück.

Parallel ist das THW Kaltenkirchen durchgängig mit unterschiedlichen Fachgruppen und Einsatzkräfte im Katastrophen-Gebiet eingesetzt.

Als Teil des sogenannten Schleswig-Holstein-Kontingents waren die kaltenkirchener Räum-Experten der Gruppe Räumen mit dem LKW-Kipper und Teleskoplader unter anderem in Ahrweiler und Sinzig für eine Woche eingesetzt. Dort haben sie Gebiete von Schutt, Fahrzeugen und Trümmern befreit.

Der sogenannte Zugtrupp - eine Einheit des THW Kaltenkirchen, die für die Koordination von Einsätzen zuständig ist - war für eine Woche im THW-Bereitstellungsraum für die An- und Abmeldung der ankommenden und abreisenden Einheiten zuständig.

Diesen Samstag beendete die Fachgruppe Räumen ihren zweiten Einsatz im Katastrophen-Gebiet. Zwei Wochen lang haben sie einerseits die sogenannte Sepcon unterstützt. Dabei handelt es sich um eine Anlage, die Wasser, das durch Öl und sonstige Stoffe verunreinigte ist, aufbereitet. Andererseits haben sie im Katastrophen-Gebiet dabei geholfen, die Trümmer zu beseitigen und einsturzgefährdete Häuser abzusichern bzw. abzureisen.

Derzeit unterstützen drei kaltenkirchener Einsatzkräfte die THW-Verpflegungsstelle im Bereitstellungsraum Nürburgring.

„Dieser Einsatz ist mit 1,5 Millionen Einsatzstunden nicht nur der größte in der Geschichte des THW, sondern auch für das THW Kaltenkirchen einer der längsten", sagt Andreas Barkowsky, Zugführer THW Kaltenkirchen. "Seit mehr als sechs Wochen sind wir mit unseren Einsatzkräften vor Ort, denn nach wie vor ist die Region sehr stark betroffen. Strom, Wasser und Gas funktionieren in vielen Gemeinden noch immer nicht - und es wird sicher auch noch lange dauern, bis die Infrastruktur in den Gebieten wieder hergestellt ist."

Noch immer sind im Ahrtal täglich bis zu 1.200 Helferinnen und Helfer des THW im Einsatz. In vielen Gebieten kommen die Aufräumarbeiten nur schwer voran, da die Zerstörungen unvorstellbar groß sind.

Das THW rechnet damit, dass der Einsatz noch Monate andauern wird. Auch das THW Kaltenkirchen wird weiterhin mit seinen Einsatzkräften, Spezialfahrzeugen und Materialien den Einsatz im Ahrtal unterstützen.

Foto: Ein Auto, das die Fluten mit sich riss, wird mit einem Ladekran auf den THW-LKW verladen. (© THW Kaltenkirchen)

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