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Kaltenkirchen | KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

Erinnerung ins Land tragen

Kaltenkirchen (em) In diesem Jahr hat die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch einen positiven Bescheid auf Projektförderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien erhalten.

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen ist damit neben einem gemeinsamen Projekt der KZ-Gedenkstätten Ladelund und Husum-Schwesing sowie einem weiteren Projekt der Gedenkstätte Ahrensbök die dritte KZ-Gedenkstätte in Schleswig-Holstein, deren Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Jugend erinnert“ gefördert wird. Das Projekt „Erinnerung ins Land tragen!“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bund mit 200.000 Euro unterstützt. Außerdem wird das Projekt finanziell von Seiten des Landesbeauftragten für politische Bildung des Landes Schleswig-Holstein und von der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten gefördert. Die erstmalige Finanzierung der KZ-Gedenkstätte über Bundesmittel stellt für Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des Trägervereins, „einen Meilenstein in der erfolgreichen Entwicklung der Gedenkstätte dar.“

Nach Verzögerungen auf Grund der Corona-Pandemie nimmt jetzt Frau Freya Kurek zum 01. September 2020 ihre Tätigkeit als Leiterin des Projekts auf. Frau Kurek ist 32 Jahre alt, studierte Politikwissenschaft in Wien und hat ihr Masterstudium im Fach Politische Theorie an der Universität Frankfurt/Main mit einer Arbeit zum Verhältnis von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit sehr erfolgreich abgeschlossen. In der Folge hat sie in Frankfurt für verschiedene Bildungsträger – unter anderem für die Bildungsstätte Anne Frank und das Fritz Bauer Institut – gearbeitet. „Wir freuen uns, dass wir in Frau Kurek eine äußerst erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiterin gewinnen konnten“, so Marc Czichy, Leiter der Gedenkstätte.

Das von Frau Kurek verantwortete „Erinnerung ins Land tragen!“ zielt auf die Entwicklung, Initiierung und nachhaltige Etablierung eines dauerhaften Aus- und Fortbildungsprogramms für Multiplikator*innen der Vermittlungsarbeit in Gedenkstätten sowie weiteren Gedenk- und Erinnerungsorten. Dabei wird der Schwerpunkt zunächst auf den „Ausbildungsort“ gelegt, nämlich auf die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. Das Programm hat Anschubcharakter für den Aufbau neuer nachhaltiger Strukturen in der Ausbildung von pädagogischem Fachpersonal an den KZ-Gedenkstätten im Land Schleswig-Holstein insgesamt.

Im Rahmen des Multiplikator*innen-Programms werden Aus- und Weiterbildungsmodule entwickelt, in denen insbesondere die Förderung der Vermittlung von historischer Sach- und Werturteilskompetenz sowie die Förderung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinsichtlich handlungsorientierter Ansätze in der gedenk-stättenpädagogischen Vermittlungsarbeit im Mittelpunkt stehen. Der Schwerpunkt liegt bei der Multiplikator*innenaus- und -fortbildung in der Durchführung von Workshops und „Summer Schools“. Bei der Auswahl der Multiplikator*innen richtet sich der Fokus auf Studierende auf Lehramt und aus den Bereichen Erziehung und soziale Arbeit sowie auf Referendar*innen aller Schulformen. Die Aus- und Fortbildungsmodule werden eng mit den Inhalten und mit der Praxis der gedenkstättenpädagogischen Arbeit in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch verknüpft. Nach einer externen wissenschaftlichen Evaluierung kann die Multiplikator*innen-Aus- und Fortbildung ab 2023 auf Gedenkstätten sowie Gedenk- und Erinnerungsorte im ganzen Bundesland Schleswig-Holstein ausgedehnt werden.

Gegenwärtig erlauben es die räumlichen Kapazitäten auf der Gedenkstätte nicht, dort einen angemessenen Arbeitsplatz für Frau Kurek einzurichten. Daher gilt der besondere Dank des Trägervereins und der Gedenkstätte dem SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Weber und dem Kaltenkirchener SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Eberhard Rönsch, die im Wahlkreisbüro in der Kaltenkirchener Holstenstraße einen Arbeitsplatz für Frau Kurek zur Verfügung gestellt haben.

Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an Marc Czichy (Leiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen) und zwar unter der Mailadresse mc@kz-kaltenkirchen.de oder unter der Telefonnummer 04191 – 72 34 28.

Foto:
Von rechts nach links: Hans-Jürgen Kütbach (Vorsitzender des Trägervereins), Dr. Gerhard Braas (Stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins), Freya Kurek (Projektleiterin „Erinnerung ins Land tragen!“) und Marc Czichy (Leiter der KZ-Gedenkstätte)

kaltenkirchen KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.
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