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Kaltenkirchen | KZ-Gedenkstätte

„Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden“

Kaltenkirchen (em) Ein Todesmarsch mit Häftlingen des Polizeigefängnis Fuhlsbüttel durchquerte im April 1945 auch das Gebiet des heutigen Kreises Segeberg. Vier Häftlinge wurden in Kisdorf, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt erschossen, woran heute durch Tafeln erinnert wird.

Dr. Hans Ellger, Mitverfasser eines Beitrags des Buches, und Thomas Käpernick, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und Mitherausgeber, berichten von den Ereignissen im April 1945. Wie verlief der Todesmarsch, wie nahm ihn die regionale Bevölkerung wahr, wer waren die zum Marsch Gezwungenen?

„Die „Biografien-Gruppe Todesmarsch Hamburg-Kiel“ – Initiatorin des Forschungs- und Buchprojekts – hat intensiv zu den Opfern des Todesmarsches recherchiert. Daher können wir über den in Kisdorf erschossenen Tschechen Josef Tichy und auch über die Verfolgungsgeschichte von Josef Beck, ermordet in Hüttmanns Gasthof im Zentrum Kaltenkirchens, sehr detailliert berichten“ erklärt Thomas Käpernick. So könne unter anderme auch erläutert werden, wie es dem Mordschützen von Kaltenkirchen gelang, sich seiner Verantwortung für die Tat zu entziehen.“

Frauke Greuel von der Biografien-Gruppe Todesmarsch Hamburg-Kiel wird über weitere Aktivitäten der Gruppe informieren. „Wir bereiten eine Gedenkveranstaltung am 12. September in Kiel vor, zu der wir Nachkommen der auf dem Marsch Verfolgten aus Israel, Argentinien und Europa erwarten. Rednerin in Kiel wird die Landesministerin Karin Prien sein“, so Greuel.

Im Rahmen der Veranstaltung soll auch diskutiert werden, wie das Gedenken an die Opfer des Todesmarsches vertieft und fester Bestandteil der regionalen Gedenk- und Erinnerungskultur werden kann.

Die Buchvorstellung findet am Montag, den 23. August 2021, auf der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch statt Beginn der Veranstaltung ist um 19.00 Uhr.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter tk@kz-kaltenkirchen.de erforderlich. Auf der Veranstaltung sind die geltenden Abstandsregeln einzuhalten, auch die Benutzung eines Mund-Nasen-Schutzes und der Eintrag in eine Teilnehmer*innenliste sind obligatorisch. Vor dem Hintergrund der Pandemie muss die Zahl der Teilnehmer*innen leider auf 25 Personen begrenzt werden.

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