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Kaltenkirchen | Stadt Kaltenkirchen

Lüften und ggf. Luft filtern in den Schulen

Kaltenkirchen (em) Mit Beschluss der Stadtvertretung vom 26. Oktober wurde die Verwaltung beauftragt, die Anschaffung von mobilen Luftreinigern mit HEPA-14-Filtern für Klassenzimmer und andere schulische Räume so schnell wie möglich in die Wege zu leiten.

Die Ermittlung der Klassenzimmer der städtischen Schulen und deren Fachräume als Unterrichtsräume ergab einen Bedarf für die in Trägerschaft der Stadt befindlichen Schulen von ca. 85 Stück Luftreinigungsgeräte zu einem Stückpreis von ca. 4.000,00 Euro bis 5.000,00 Euro (durchschnittlich 4.500 Euro) je nach Ausstattung und Leistung. Für alle öffentlichen Schulen in Kaltenkirchen, einschließlich des Schulverbandes wären es insgesamt ca. 170 Räume mit bis zu 200 Stück, somit ein Volumen von ca. 900.000 Euro. Darüber ist mit den Mitgliedern des Schulverbandes noch zu diskutieren.

Durch das Umweltbundesamt (UBA) wird im Brief des Städteverbandes Schleswig-Holstein an alle Städte und Gemeinden in S-H vom Ende Oktober 2020 beschrieben, dass auch weiterhin die manuelle Fensterlüftung notwendig ist, da mit diesen Filter-Geräten keine frische Luft erzeugt, sondern nur die vorhandenen Luft gefiltert wird.

In Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Bildungs- und Sozialministeriums hält das UBA den Einsatz von mobilen Luftreinigern in Schulen nur im Ausnahmefall für sinnvoll.

Im Fazit heißt es dort:
„Eine verlässliche Reduzierung der SARS-CoV-2-Viren ausschließlich durch mobile Luftreinigungsgeräte in Unterrichtsräumen ist basierend auf dem derzeitigen Kenntnisstand nicht eindeutig nachgewiesen. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher weiter auch in der kalten Jahreszeit die Fensterlüftung als prioritäre Maßnahme. Die Kommission für Innenraumhygiene (IRK) am Umweltbundesamt wird sich nochmals detailliert mit dieser Thematik auseinandersetzen und eine kritische Bestandsaufnahme geben.“

Uns liegt bisher kein neues Ergebnis vor. Der grundsätzliche Tenor ist somit erst mal weiterhin das richtige manuelle Lüften in Schulen gemäß der Empfehlung. Wir haben eine Begehung der städtischen Schulen gemeinsam mit den Schulleitungen durchgeführt und die aktuelle Lüftungssituation besprochen.

Ich habe aufgrund der geschilderten Situation bis zur Klärung der Wirkung der Filter-Geräte als ersten Schritt in Abstimmung mit den Schulleitungen empfohlen, für die Unterrichtsräume der städtischen Schulen CO2-Sensoren kurzfristig zu beschaffen. Sobald gesicherte Erkenntnisse zur Wirkung der Filter-Geräte vorliegen, könnten diese ggf. angeschafft werden.

In der gestrigen Sitzung des Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss der Stadt Kaltenkirchen wurden die beantragten und mit den Schulen abgestimmten CO2-Melder für effektives Lüften der Räume seitens des Ausschusses leider noch nicht befürwortet. Ich hoffe, dass wir diesbezüglich in einem weiteren sachlichen Dialog zu einer einvernehmlichen Lösung zugunsten unserer Schulen kommen.

Da sich die Sachlage derzeitig nahezu täglich ändert, pflegen wir einen sehr engen Austausch mit den Schulleitungen. Wir werden schnell auf sich verändernde Situationen eingehen, da uns allen die Sicherheit auch unserer Schüler/-innen und Pädagogen an den Schulen sehr wichtig ist.

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