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Kaltenkirchen | Stadt Kaltenkirchen

Gesundheitsminister erklärt Terminvergabe bei Impfzentren

Kaltenkirchen (em) In einem offenen Brief, wandte sich der Bürgermeister der Stadt Kaltenkirchen Hanno Krause an Gesundheitsminister Heiner Garg. Seit der Eröffnung des Impfzentrum gibt es Probleme mit der Terminvergabe für die Impfungen. Online wie auch telefonisch scheint es fast unmöglich zu sein einen Termin zu bekommen. Die Antwort aus Kiel ist nun da. Thomas Bellizzi, persönlicher Referent des Ministers:

In Zusammenhang mit Ihrer Frage des Zugangs zum Impfen kann ich Ihnen folgenden aktuellen Sachstand übermitteln:

Das Gesundheitsministerium wird den Zugang zum Anmeldesystem für Termine in den Impfzentren noch einmal erleichtern: Rund 220.000 impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind, werden ab heute ein Informationsschreiben mit einem persönlichen Pin-Code und einer Telefonnummer erhalten. Diese Ergänzung zum bestehenden Anmeldesystem hat der Gesundheitsminister am 14. Januar 2021 im Sozialausschuss des Landtags vorgestellt.

Mit der zusätzlichen Möglichkeit können sich die Seniorinnen und Senioren ohne Zeitdruck telefonisch registrieren und bereits für ihren persönlichen Impftermin in einem der schleswig-holsteinischen Impfzentren registrieren lassen. Die in dem Anschreiben vermerkte Telefonnummer soll ab dem 1. Februar montags bis freitags jeweils zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung stehen. Erster buchbarer Termin soll der 8. Februar sein. Im Unterschied zu bisher, werden Terminbuchungen für über 80jährige dabei nicht nur für die Folgewoche, sondern für einen längeren Zeitraum möglich sein.

Die Terminvergabe kann weiterhin nur auf Basis der aktuell bekannten Liefermengen erfolgen – dementsprechend werden viele Impfwillige zunächst nur einen Termin erhalten können, der im späten Frühjahr oder gar Frühsommer liegt. Sollte mehr Impfstoff verfügbar sein, wird den Betroffenen telefonisch ein früherer Termin angeboten.

Die Informationsschreiben samt Pin-Code zur Anmeldung werden in Tranchen versendet. Dabei wird nach einer Altersstaffelung innerhalb der Gruppe der über 80jährigen vorgegangen. Begonnen wird mit den Bürgerinnen und Bürgern 88 Jahre und älter. In der Anlage findet sich ein Muster des Schreibens.

In den vergangenen drei Wochen waren jeweils dienstags binnen kürzester Zeit alle Termine für die erste priorisierte Gruppe (80 Jahre oder älter, Mitarbeitende in der Altenpflege oder der Notfallrettung usw.) ausgebucht – insgesamt rund 45.000. 87 Prozent der bisher angemeldeten Menschen sind 80 Jahre oder älter.

Das bestehende Internet-Portal unter www.impfen-sh.de wird weiterhin für alle anderen Gruppen der höchsten Priorisierung nach Bundesverordnung zur Verfügung stehen. Dort werden Impfberechtigte, die nicht zur Gruppe der über 80-Jährigen gehören, weiterhin wöchentlich Termine buchen können. Hierfür wird ebenfalls ein festes Kontingent an Impfdosen bereitgehalten. Auch telefonisch wird es dieser Gruppe möglich sein, Termine zu buchen. Für die Gruppe der über 80-jährigen gilt das beschriebene vereinfachte Buchungsverfahren.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir damit unseren älteren Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern eine bessere Planbarkeit ermöglichen können.

Bzgl. der Frage ob Ehepartner die die formellen Kriterien nicht erfüllen trotz alledem mitgeimpft werden können, möchte ich gerne ausführlich antworten. Impfstoff steht aktuell nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen wird sich erst im Verlauf des ersten Quartals des Jahres 2021 schrittweise erhöhen. Die EU-Kommission und der Bund haben insgesamt ausreichend Impfstoff zur Versorgung der gesamten Bevölkerung in Deutschland gesichert. Dieser wird jedoch erst nach und nach auch zur Verfügung stehen. Zum einen müssen die Impfstoffe erst produziert werden und zum anderen sind diese gerade ein weltweit sehr begehrtes und extrem knappes Gut.

Den wesentlichsten Risikofaktor für eine schwere COVID-19-Erkrankung stellt das zunehmende Alter dar. Im Vergleich dazu ist die Risikoerhöhung durch Vorerkrankungen nur gering ausgeprägt. Hier bildet Trisomie 21 eine Ausnahme. Hinzu kommt, dass die meisten Vorerkrankungen mit zunehmendem Alter häufiger werden. Daher werden viele betroffene Personen bereits durch die Altersindikation erfasst. Für jüngere Menschen (<60 Jahre) ist auch bei Vorliegen einer Vorerkrankung die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 schwer zu erkranken oder zu sterben, deutlich niedriger als bei älteren Menschen, unabhängig von Vorerkrankungen. Lt. dem Robert-Koch-Institut wurden verschiedene Impfstrategien mathematisch modelliert, um herauszufinden wie die größte Anzahl an COVID-19-Hospitalisierungen und -Todesfällen verhindert werden können. Dies ist der Fall, wenn zunächst Menschen im Alter ≥ 80 Jahre und Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen eine Impfung angeboten wird.

Rund 325.000 Menschen in Schleswig-Holstein fallen in die Gruppe 1, also die Gruppe der höchsten Priorität, die aktuell die Möglichkeit haben sich impfen zu lassen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat Mitte Dezember die Coronavirus-Impfverordnung erlassen. Diese regelt verbindlich, welche Gruppen in welcher Reihenfolge Anspruch auf eine Impfung haben. Ein vorrangiges Impfziel ist es derzeit, schwere COVID-19-Erkrankungen und COVID-19-Todesfälle zu verhindern. Außerdem werden bei der Priorisierung Personen berücksichtigt, die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben.
Der festgelegten Reihenfolge liegt das Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe nach einer SARS-CoV2-Infektion zugrunde. Dieses ist mit zunehmendem Lebensalter und bei Vorliegen bestimmter Grunderkrankungen erhöht.

Im Rahmen der Coronavirus-Impfverordnung sind keine Ausnahmen möglich oder vorgesehen. Diese Verordnung ist für die Bundesländer bindend. Schwerpunkte können lediglich innerhalb der Priorisierungsgruppen gesetzt werden. Frei aussuchen können wir uns die Prioritäten jedoch nicht. Eine Ausnahme für noch nicht berechtigte Ehepartner ist daher nicht möglich.


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