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Kaltenkirchen | THW Kaltenkirchen

BFD´ler erhalten THW-Grundausbildung

Kaltenkirchen (em) Wer einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Technischen Hilfswerk (THW) absolviert, erhält auch die THW-Grundausbildung. Seit vergangenen Montag, 30. August werden zwölf Bundesfreiwilligendienstleistende aus ganz Schleswig-Holstein im Ortsverband Kaltenkirchen von den kaltenkirchener THW-Einsatzkräften ausgebildet.

Das THW hilft bei Überschwemmungen, Unfällen, Großschadenslagen, Stürmen, Schnee- und sonstigen Naturkatastrophen. Doch bevor ein Ehrenamtlicher im THW in den Einsatz gehen darf, muss er oder sie erst einmal die bundeseinheitliche THW-Grundausbildung absolvieren. Gleiches gilt für Bundesfreiwilligendienstleistende. Wer im THW seinen BFD absolviert, erhält ebenfalls die THW-Grundausbildung, wie sie auch jede ehrenamtliche Einsatzkraft durchläuft. So können BFD´ler unter gewissen Voraussetzungen auch an Einsätzen des THW teilnehmen.

Für zwölf „Bufdis“, wie sie sich selbst gerne nennen, begann Ende August die Grundausbildung im Ortsverband Kaltenkirchen. Aus ganz Schleswig-Holstein kommen sie, um von den kaltenkirchener Einsatzkräften ausgebildet zu werden. Das Besondere: In lediglich zwei Wochen werden Ihnen alle Inhalte und Fertigkeiten beigebracht, für die ehrenamtliche normalerweise ein halbes Jahr Zeit haben.

Die Bufdis erhalten eine „Vollzeit-Grundausbildung“, d.h. zwei Wochen lang von Montag bis Samstag erlernen sie neben theoretischen Grundlagen auch den praktischen Umgang mit Trennschleifern, Notstromaggregaten, Beleuchtung und vielen anderen Spezialgeräten, die THW-Einsatzkräfte in Einsätzen bedienen müssen.

„Wenn die Bufdis die Prüfung bestanden haben, sind sie eigentlich vollwertige THW-Einsatzkräfte“, erklärt Heidrun Thomas, Sachbearbeiterin Bundesfreiwilligendienst in der THW-Regionalstelle Neumünster. „Allerdings dürfen sie erst in einen Einsatz, wenn sie die vom THW vorgeschriebenen Impfungen haben und in einen THW-Ortsverband eingetreten sind.“

Am 12. September ist dann die Grundausbildungs-Prüfung für die Bufdis. An diesem Tag müssen sie genauso, wie ehrenamtliche Prüflinge, erst den 40 Fragen umfassenden theoretischen Teil erfolgreich absolvieren, damit sie anschließend zur praktischen Prüfung zugelassen waren. Bei der praktischen Prüfung müssen sie an sechs Stationen ihr Können und Wissen unter Beweis stellen.

„Wir haben in unserem Ortsverband bis zu vier Bufdis. Da ist es wichtig, dass sie nicht nur wissen, was das THW ist, sondern sich auch mit den Geräten, Vorgaben und Vorgehensweisen des THW bestmöglich auskennen“, berichtet Mirco Grönwoldt, Ortsbeauftragter des THW Kaltenkirchen. „Die THW-Grundausbildung vermittelt all das und ist somit ein wichtiger Schritt für jeden Bufdi im THW. Für viele ist es aber auch ein erster Schritt, sich zukünftig ehrenamtlich im THW zu engagieren. Daher kann man durchaus sagen, dass wir hier gerade die Katastrophenschützer von morgen ausbilden.“

Wer Interesse hat, ein BFD im THW zu machen, erhält unter www.thw-bufdi.de nähere Informationen.

Foto: Auf dem Hof des THW-Ortsverbandes Kaltenkirchen sind die Stationen für die praktische Ausbildung der BFD´ler aufgebaut

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