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Kaltenkirchen | Trägerverein KZ-Gedenkstätte

Neue Projekte des Trägervereins

Kaltenkirchen (em) Am Sonntag, 1. März fand im Dokumentenhaus der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch die diesjährige Mitgliederversammlung des Trägervereins statt. Die Mitgliederversammlung wurde mit einer Schweigeminute für die Opfer des aus rechtsextremistischen und rassistischen Motiven begangenen Mordanschlags in Hanau eröffnet.

Auf Einladung des Vorstands sprach Frau Dilek Agdan, Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Bad Bramstedt, sehr offen über die Ängste, die der Anschlag bei ihr und der Gemeinde ausgelöst hat. Sie dankte dem Trägerverein für seine praktische Solidarität und appellierte an die Anwesenden, sich gemeinsam gegen Rassismus und gesellschaftliche Ausgrenzung zu wenden.

In ihren Grußworten würdigten der Landrat des Kreises Segeberg, Jan-Peter Schröder, und der Bürgermeister der Stadt Kaltenkirchen, Hanno Krause, die langjährige und erfolgreiche Arbeit der KZ-Gedenkstätte als außerschulischer Lernort und stellten in Aussicht, die finanzielle Unterstützung des Trägervereins auszuweiten.

Unter reger Beteiligung der Mitglieder – der Versammlungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt – informierten im Anschluss der Vorsitzende des Trägervereins, Hans-Jürgen Kütbach, und der Leiter der KZ-Gedenkstätte, Marc Czichy, über die erfolgreiche Arbeit des Jahres 2019 und stellten die wichtigsten Vorhaben von KZ-Gedenkstätte und Trägerverein für das Jahr 2020 vor. Zu nennen sind hier insbesondere die Mitte letzten Jahres eingerichtete Stelle für die Leitung der Gedenkstätte, die bauliche Erweiterung des Dokumentenhauses, die Planungen für die Neukonzeptionierung und die thematische Erweiterung der Dauerausstellung und das vom Trägerverein über das Bundesförderprogramm „Jugend erinnert“ erfolgreich beantragte Projekt „Erinnerung ins Land tragen!“.

Dr. Gerhard Braas, stellvertretener Vorsitzender des Trägervereins, stellte neue Forschungsergebnisse zur Nachnutzung des KZ-Außenlagers und zum öffentlichen Umgang mit dem historischen Ort Springhirsch in den 1950er Jahren vor. In seiner Funktion als verantwortlicher Architekt erläuterte Olaf Nuckel der Mitgliedschaft ausführlich die Planungen hinsichtlich der baulichen Erweiterung und kündigte an, dass die Baumaßnahme im Laufe des Jahres abgeschlossen wird.

Im weiteren Verlauf wurde Vorstand einstimmig entlastet und der Haushaltsplan von Trägerverein und Gedenkstätte nebst eingeworbenen Projektmitteln wurde ebenfalls einstimmig verabschiedet. In ihren Ämtern als Beisitzer im Vorstand bestätigte die Mitgliederversammlung Olaf Nuckel und Enno Hasbargen – beide auch beim Aufbau der Gedenkstätte "Henri-Goldstein-Haus" in Quickborn aktiv – gleichfalls einstimmig. Der frühere Vorsitzende des Trägervereins, Uwe Czerwonka, wurde als Anerkennung und als Würdigung seines langjährigen und äußerst verdienstvollen Engagements zum Ehrenmitglied des Trägervereins ernannt.

Foto: Vor dem Dokumentenhaus von links nach rechts: Olaf Nuckel, Hans-Jürgen Kütbach und Enno Hasbargen

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